Für viele IT Verantwortliche, die aus dem Sommerurlaub heimkehrten, brachte die Ankunft mehr als nur Wäscheberge daheim und „Kulturschock“ im Büro: Die optimistischen Meldungen des Frühjahrs mit steigenden Börsenkursen waren passé, statt dessen Eurokrise, Börsentief – Unsicherheit allenthalben: Unternehmensplanungen für Niederlassungen werden in Frage gestellt, was die (Re-)Aktionsfähigkeit des IT Service Managements, und damit des Application Managements vor enorme Herausforderungen stellt: Wie schnell kann das Service Management die Unternehmensentscheidungen umsetzen, wo – und wie schnell – können Kapazitäten auf- und wo abgebaut werden (und wieder zurück, falls dann doch alles gut ausgeht)?
Vor diesem Hintergrund bekommen so manche Unternehmen die Nebenwirkungen von am niedrigsten Stundensatz ausgerichteten Sourcing Entscheidungen im Application Management zu spüren (und nicht nur hier):
Diese Application Management Verträge sind häufig mit festen Ressourcenvereinbarungen über mehrere Jahre geschlossen. Ein Abbau von Services in bestimmten Ländern – etwa weil das Geschäft zurückgeht – ist hier gar nicht möglich. Da kann die Filiale in Athen geschlossen werden, der Service für die nicht mehr vorhandenen Nutzer muss dennoch gezahlt werden.
Auch beim schnellen Aufbau von Services in Wachstumsregionen zeigen so manche Application Management Provider ihre Schwächen: Da fehlt das Know How oder schlicht Ressourcen für ein Application Service Management, das in wichtigen Märkten wie Brasilien oder China Anwender und Anwendungen betreuen kann – nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Deutsch, Portugiesisch oder Chinesisch.
Diese und andere Überraschungen werden manche IT-Verantwortliche in den kommenden Monaten erwarten.
Unternehmen mit einem Application Management Services Partner, der dynamische Abrechnungs- und Sourcing-Modelle anbietet werden in wahrsten Sinne aufatmen können: Ihre Kosten „atmen“ im Einklang mit schwankendem Service Bedarf: Ein Rückbau von Unternehmensaktivitäten in Regionen (z.B. Griechenland) führt zu zurückgehenden Tickets und somit zu zurückgehenden Kosten, ein Ausbau in anderen Regionen über den Service Provider ist möglich und ggf. sogar im Vertragskonstrukt vorgesehen.
Fazit: Verbrauchsabhängige, dynamische Sourcing Modelle werden Zukunft in der Gesamtbetrachtung immer deutlicher klassische Sourcing Modelle schlagen. Billig kann manchmal teuer sein.












Hakan
4. December 2011 21:48
Guter Blog, gefaellt mir super. Auch gute Themen.